Zum Hauptinhalt springen
29. Juni 2026

Gesichter von Rat geben: Interview mit dem Mentor Daniel Heinze

Daniel Heinze ist Mentor und teilnehmende Bezugsperson beim Modellprogramm „Rat geben – Ja zur Ausbildung!“. Durch das JOBLINGE-Mentoring-Programm wurde er auf das Rat geben-Projekt „PLAN A +“ aufmerksam. Er begleitet ehrenamtlich junge Menschen mit Migrationsbiografie und Zuwanderungsgeschichte bei der Ausbildungsfindung. Durch Rat geben erhielt er neben allgemeinen Informationen zum Thema Ausbildung auch vertiefte Informationen zu familiären Hintergründen und Sozialisation von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und wurde für seine Rolle als wichtiger Ratgeber junger Menschen mit Migrationsgeschichte im Übergang Schule-Berufsausbildung geschult und sensibilisiert. 

Wie haben Sie von dem Rat geben erfahren und was interessiert Sie daran, als Bezugsperson mitzumachen?

Ich bin Mentor bei JOBLINGE in Reutlingen und arbeite in diesem Kontext mit vielen jungen Menschen zusammen. Durch Mitarbeiter*innen des Rat geben-Projekts „PLAN A +“ habe ich umfassende Informationen zum Thema Ausbildung und den heutigen Herausforderungen von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte im Übergang Schule-Berufsausbildung erhalten. Es ist mir sehr wichtig dieses Wissen zu vermitteln und junge Menschen dadurch zu unterstützen.

Wo sind Sie als Bezugsperson von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte aktiv?

Ich bin als Mentor ehrenamtlich tätig. Zudem habe ich durch meine Selbständigkeit als Coach, Berater, Mediator und Jobcoach täglich mit Jugendlichen zu tun.

Wie kommen Sie mit den Jugendlichen ins Gespräch?

Ich kommen über viele verschiedene Wege mit Jugendlichen ins Gespräch: vor allem durch meine Arbeit, Hobbys, zufällige Bekanntschaften, Freundes- und Familienkreis und meine ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Können Sie beschreiben, was Sie bisher als Bezugsperson gemacht haben?

Ich gebe Schulungen zu verschiedenen Themen der Kommunikation und arbeite bei verschiedenen Bildungseinrichtungen als JobCoach und Dozent. Außerdem versuche ich mit dem Konzept “IKIGAI” Menschen zu helfen ihre Lebensaufgabe zu finden, was heutzutage – wenn man sich die Bertelsmann Studie “Nachschulische Bildung in Deutschland” und ihre Ergebnisse in Bezug auf den Abschluss einer Ausbildung und eines Studiums anschaut – richtig und wichtig, aber vor allem erfolgreich ist.

Was ist in der Zusammenarbeit mit jungen Menschen besonders gut gelaufen?

Die Wertschätzung mir gegenüber, wenn ich den Jugendlichen Akzeptanz, Anerkennung, Empathie und Transparenz entgegenbringe. Es ist unheimlich wichtig aus Betroffenen Beteiligte zu machen. Eine offene und gleichgestellte Kommunikation ist ebenfalls sehr wichtig.

Gab es Hindernisse, denen Sie bei der Unterstützung von jungen Menschen begegnet sind?

Das größte Hindernis ist die Erwartungshaltung seitens der Jugendlichen und ihr Selbstbild. Durch Geduld, Empathie und Perspektivwechsel lässt sich diese Herausforderung in den meisten Fällen aber erfolgreich bewältigen.

Welche Rückmeldungen haben Sie von den Jugendlichen auf Ihre Ansprache erhalten? Wurden weitere Unterstützungsbitten an Sie gerichtet?

Das ist sehr unterschiedlich, jedoch in den meisten Fällen ist der Kontakt noch über das terminierte Zeitfenster hinausgegangen. Natürlich gibt es hierzu auch Ausnahmen.

Wie hat „PLAN A +“ Sie in Ihrer Arbeit als Bezugsperson unterstützt?

Durch eine schnelle und transparente Kommunikation, es gab eine direkte Ansprechperson, die mir zur Seite stand und mich beraten hat. Zudem nahm ich an verschiedenen Schulungen und Workshops teil, welche mir viel Hintergrundwissen und Methodenkenntnisse vermittelten und mich in meiner Rolle als Ratgeber gestärkt haben.

Was hat das Projekt Ihnen persönlich gebracht?

Ich konnte viel über mich lernen, neue Techniken ausprobieren und mich auch beruflich weiterentwickeln. Zudem habe ich mein Netzwerk vergrößern können und neue Kontakte, Freunde und Expert*innen kennengelernt

Mehr Informationen zum Modellprogramm „Rat geben – Ja zur Ausbildung!“ und zum Rat geben-Projekt PLAN A + von JOBLINGE in Reutlingen

Mehr Informationen zu Daniel Heinze auf LinkeIn.