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Ort: Reutlingen

Diversity fördern – Antidiskriminierung im Umgang mit Menschen mit Migrationsgeschichte

Im Rahmen der interkulturellen Wochen in Reutlingen informierte und sensibilisierte Plan A+ am 23. September 2025 mit einem Workshop für interessierte Eltern, Ehrenamtler*innen und weitere Bezugspersonen zu Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Umgang mit Diskriminierung am Übergang Schule-Berufsausbildung.

Dabei setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Themen Privilegien und Lebensstandards auseinander. In der Gruppe, die überwiegend aus Menschen mit Migrationsgeschichte bestand, wurde deutlich, wie unterschiedlich persönliche Ausgangsbedingungen sein können und welche Hürden Jugendliche und Erwachsene mit Migrationsgeschichte bereits überwinden mussten, um in Deutschland anzukommen.

Besonders für die anwesenden Bezugspersonen war der Workshop ein Anlass, die eigene Rolle in der Beratung zu reflektieren. Viele nahmen mit, dass im Alltag noch mehr Aufmerksamkeit und Sensibilität erforderlich sind, um die individuellen Erfahrungen und Herausforderungen von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte wirklich zu berücksichtigen. Ein zentraler Gedanke war dabei, dass Privilegien, die im Herkunftsland selbstverständlich waren, durch fehlende Sprachkenntnisse oder nicht anerkannte Abschlüsse in Deutschland schnell verloren gehen können.

So wurde der Workshop zu einem wertvollen Impuls, die eigene Beratungspraxis am Übergang Schule-Berufsausbildung diversitätssensibler zu gestalten und die Perspektiven von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte noch konsequenter einzubeziehen.

Sensibel unterstützen: Interkulturalität in der Berufswahl

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen fand am 24. September 2024 der kostenfreie Workshop “Interkulturalität in der Berufswahl” in Reutlingen statt. Eingeladen hatte das Joblinge Projekt “PLAN A +”, welches sich an Bezugspersonen von ausbildungssuchenden Jugendlichen mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte, wie z.B. Familienangehörige, Eltern, Ehrenamtliche oder Sozialarbeiter*innen, richtet und diese in ihrer Rolle als wichtige Ratgeber*innen stärken möchte.

In einem lebhaften Austausch setzten sich die Teilnehmenden mit wichtigen Themen wie “Stereotypen bei der Berufswahl”, eigene Denkschemata und den damit verbundenen Herausforderungen vertieft auseinander. Zudem wurden diverse Facetten in der Beratung von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte beleuchtet. Die Diskussion war offen und bereichernd, wodurch Coaches, Beraterinnen und ehrenamtliche Mentorinnen gezielt für diese Aspekte sensibilisiert wurden.

“Der Workshop hat die Bedeutung unserer Arbeit erneut hervorgehoben und den Dialog zwischen den Teilnehmenden intensiviert.” sagte Damla Türkel, Projektleitung von Plan+. ” Die Teilnehmden konnten viele neue Erkenntnisse und praxisorientiertes Anwendungswissen mitnehmen. Ein Teilnehmer erklärte: “Warum gibt es nicht mehr Menschen, die sich beruflich oder privat mit dieser so wichtigen Thematik befassen.”

Weitere Informationen unter: www.joblinge.de/plan-a-plus/

Das Projekt „Plan+“ wird im Rahmen des Programms „Rat geben – Ja zur Ausbildung!“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und durch die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.