Diversity fördern – Antidiskriminierung im Umgang mit Menschen mit Migrationsgeschichte
Im Rahmen der interkulturellen Wochen in Reutlingen informierte und sensibilisierte Plan A+ am 23. September 2025 mit einem Workshop für interessierte Eltern, Ehrenamtler*innen und weitere Bezugspersonen zu Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Umgang mit Diskriminierung am Übergang Schule-Berufsausbildung.
Dabei setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Themen Privilegien und Lebensstandards auseinander. In der Gruppe, die überwiegend aus Menschen mit Migrationsgeschichte bestand, wurde deutlich, wie unterschiedlich persönliche Ausgangsbedingungen sein können und welche Hürden Jugendliche und Erwachsene mit Migrationsgeschichte bereits überwinden mussten, um in Deutschland anzukommen.
Besonders für die anwesenden Bezugspersonen war der Workshop ein Anlass, die eigene Rolle in der Beratung zu reflektieren. Viele nahmen mit, dass im Alltag noch mehr Aufmerksamkeit und Sensibilität erforderlich sind, um die individuellen Erfahrungen und Herausforderungen von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte wirklich zu berücksichtigen. Ein zentraler Gedanke war dabei, dass Privilegien, die im Herkunftsland selbstverständlich waren, durch fehlende Sprachkenntnisse oder nicht anerkannte Abschlüsse in Deutschland schnell verloren gehen können.
So wurde der Workshop zu einem wertvollen Impuls, die eigene Beratungspraxis am Übergang Schule-Berufsausbildung diversitätssensibler zu gestalten und die Perspektiven von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte noch konsequenter einzubeziehen.
