Am Samstagvormittag, dem 5. Juli 2025, war unser Rat geben-Projekt Plan+ bei der Ausbildungsmesse „Traumberuf“ für die Eltern und Schüler*innen an der Friedrich-Schiller-Realschule in Böblingen.
Über 20 Unternehmen aus der Region präsentierten sich mit Messeständen, Informationen und Mitmachangeboten – und zeigten, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten nach der Schulzeit sind. Die Messe bot den kungen Menschen die Gelegenheit, mit den Unternehmen persönlich ins Gespräch zu kommen und erste Eindrücke zum Thema Berufswelt zu sammeln. Ob Handwerk, Industrie, Gesundheit, Verwaltung oder soziale Berufe – die Schülerinnen und Schüler konnten sich ausführlich über Ausbildungsberufe und Praktikumsmöglichkeiten informieren und beraten lassen.
Ergänzt wurde das Angebot durch praxisnahe Informationsvorträge. Als Kooperationspartner der Schule bot Plan+ an einem eigenen Stand allgemeine Beratungen zur Berufsorientierung an.
Eine tolle Möglichkeit für unser Rat geben-Projekt seine Angebote bei Eltern, Lehrkräften, Sozialarbeitenden und jungen Menschen vorzustellen und über ihr mehrsprachiges Angebot im Bereich Berufsorientierung wichtige Brücken zu schlagen.
Im Rahmen des Modellprogramms „Rat geben – Ja zur Ausbildung!“ fanden am 22. Mai 2025 im Landratsamt Calw und am 5. Juni 2025, im Berufsinformationszentrum (BIZ) Nagold Elternabende zum Thema Berufsorientierung statt. Ziel der Veranstaltung war es, Vorurteile gegenüber der dualen Ausbildung abzubauen und Eltern als wichtige Bezugsperson ihrer Kinder zu unterstützen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Rat geben-Projekt Plan A+, dem regionalen Übergangsmanagement des Landkreises Calw, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter, der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald sowie der Kreishandwerkerschaft Calw.
Worum ging es? Viele Jugendliche mit Migrationshintergrund sind im Jahr vor dem Schulabschluss noch unsicher, welcher berufliche Weg für sie der richtige ist. Der Elternabend informierte Eltern vor allem darüber, welche Chancen und Wege die berufliche Ausbildung bietet und vermittelte hilfreiches Wissen zum Thema Übergang Schule-Berufsausbildung. Um sprachliche Barrieren zu umgehen, standen zudem Personen bereit, die Türkisch, Ukrainisch oder Englisch sprachen und bei Bedarf Inhalte übersetzten.
Neben einem „Markt der Möglichkeiten“ zu Unterstützungsmöglichkeiten am Übergang Schule-Berufsausbildung gab es zwei kurze, praxisnahe Vorträge. Damla Türkel von Plan A+ informierte zum Thema „Ihre Rolle als Eltern bei der Berufswahl der Generation Z“ und Dominik Kuppinger und Günter Brecht von der IHK Nordschwarzwald gaben einen Input zum Thema „Zukunft sichern mit der dualen Ausbildung – Chancen, Weiterqualifizierung und Aufstiegsmöglichkeiten“.
Was bewegt Eltern heute? Während des Abends wurden zwei Fragen an Eltern gestellt: „Was beschäftigt Sie beim Thema Berufswahl Ihres Kindes?“ und „Was war Ihnen selbst früher bei der Berufswahl wichtig?“.
Die Antworten auf die erste Frage verdeutlichten, dass Sicherheit ein großes Thema für Eltern ist. Viele wünschen sich eine zukunftssichere Perspektive, einen Beruf, der zum Kind passt sowie Zufriedenheit des Kindes im späteren Arbeitsleben. Bei den Antworten in Bezug auf die eigene, frühere Berufswahl stand das Gehalt im Vordergrund, gefolgt von Interesse, Spaß an der Arbeit und Entwicklungsmöglichkeiten. Der Vergleich zeigt, wie sich Werte und Ansprüche zwischen den Generationen verschieben – und wo Gesprächsbedarf entsteht.
Damla Türkel, Projektleitung von Plan A+ freut sich: „Es war wirklich eine sehr tolle Veranstaltung. Vor allem der Austausch mit den Eltern brachte sowohl ihnen als auch uns wertvolle Erkenntnisse.“
Das Thema Diversity ist heute wichtiger denn je! Bezugspersonen von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte stehen oft vor der Herausforderung, respektvoll, diskriminierungssensibel und gleichberechtigt mit Vielfalt umzugehen, insbesondere im Rahmen ihrer Rolle als Ratgebende im Kontext Übergang Schule-Beruf.
Unser Rat geben-Projekt “Plan A+” bot hierzu am 13. März 2025 einen digitalen Workshop für Bezugspersonen wie z. B. Eltern, Lehrende oder Ehrenamtler*innen mit dem Titel “Diversity fördern – Antidiskriminierung im Umgang mit Menschen mit Migrationsgeschichte” an. Dabei erfuhren die Teilnehmenden wie sie Diskriminierung erkennen und aktiv abbauen können, während sie gleichzeitig die Stärken und Potenziale junger Menschen fördern.
Der 90-minütige Workshop vermittelte praxisorientiertes Wissen und wertvolle Impulse zur Förderung von Diversity und zur Bekämpfung von Diskriminierung im Umgang mit jungen Menschen mit Migrationsgeschichte. Im Rahmen dessen wurden Herausforderungen und Chancen von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte aufgezeigt, verschiedene Methoden im Umgang mit Diskriminierung vorgestellt sowie hilfreiche Tipps für einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit Vielfalt gegeben.
Bei JOBLINGE engagieren sich Wirtschaft, Staat und Privatpersonen gemeinsam, um junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen zu unterstützen – und die Lücke zwischen deren Herkunft und Zukunft zu schließen. Das Ziel: echte Jobchancen und die nachhaltige Integration in Arbeitsmarkt und Gesellschaft.