Vergangene Woche war unsere BENdA-Kollegin Danica zu Besuch bei unserem Rat geben-Projekt “Plan A+” in Reutlingen. Sie schaute sich die Räumlichkeiten vor Ort an und sprach mit den Rat geben-Kolleg*innen über den aktuellen Projektstatus und ihre Ziele für 2026.
Insgesamt läuft das Projekt sehr gut, ist überregional bekannt und hat bereits wertvolle Netzwerke aufgebaut. Vor allem die Schulungen, in Präsenz und digital werden stark angenommen. Besonders gefragt sind Schulungen mit den Themen wie
– Rechte und Pflichten in der Ausbildung.
– Sensibel unterstützen: Interkulturalität in der Berufswahl.
– Thema Berufsorientierung.
– Bewerbungsunterlagen: Tipps und Tricks
– Auswahlverfahren im Bewerbungsprozess
– Future Jobs
Für 2026 versucht das Projekt auch über neue Wege, wie z. B. per WhatsApp, weitere Bezugspersonen in der aufsuchenden Arbeit zu erreichen.
Abschließend ließen sie den Tag gemeinsam auf dem Weihnachtsmarkt in Reutlingen ausklingen.
Im Rahmen der interkulturellen Wochen in Reutlingen informierte und sensibilisierte Plan A+ am 23. September 2025 mit einem Workshop für interessierte Eltern, Ehrenamtler*innen und weitere Bezugspersonen zu Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Umgang mit Diskriminierung am Übergang Schule-Berufsausbildung.
Dabei setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit den Themen Privilegien und Lebensstandards auseinander. In der Gruppe, die überwiegend aus Menschen mit Migrationsgeschichte bestand, wurde deutlich, wie unterschiedlich persönliche Ausgangsbedingungen sein können und welche Hürden Jugendliche und Erwachsene mit Migrationsgeschichte bereits überwinden mussten, um in Deutschland anzukommen.
Besonders für die anwesenden Bezugspersonen war der Workshop ein Anlass, die eigene Rolle in der Beratung zu reflektieren. Viele nahmen mit, dass im Alltag noch mehr Aufmerksamkeit und Sensibilität erforderlich sind, um die individuellen Erfahrungen und Herausforderungen von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte wirklich zu berücksichtigen. Ein zentraler Gedanke war dabei, dass Privilegien, die im Herkunftsland selbstverständlich waren, durch fehlende Sprachkenntnisse oder nicht anerkannte Abschlüsse in Deutschland schnell verloren gehen können.
So wurde der Workshop zu einem wertvollen Impuls, die eigene Beratungspraxis am Übergang Schule-Berufsausbildung diversitätssensibler zu gestalten und die Perspektiven von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte noch konsequenter einzubeziehen.
Am Mittwoch, den 9. Juli 2025, fand von 15-18 Uhr die bfz Veranstaltung „Forum Ausbildung“ in Nürnberg statt. Die Veranstaltungsreihe bietet Raum für Austausch, Impulse und Ideen, wie der Übergang ins Berufsleben noch besser gelingen kann. Diesmal ging es um die Rolle von Ausbilder*innen während der Ausbildung und wie diese unterstützt werden können. Zudem wurden die beiden bfz-Projekte “Wege zum Beruf – Ratgeber für Bezugspersonen Zugewanderter” (Rat geben) und “Jobbegleiter” vorzustellen. Es waren circa 40 Teilnehmende mit dabei: Vertreter*innen des Bundesministeriums für Arbeit, der Agentur für Arbeit in Nürnberg, Arbeitgeber*innen und Auszubildenden.
Rorbert Krupar und Yoyo Löffler, vom Rat geben-Projekt “Wege zum Beruf – Ratgeber für Bezugspersonen Zugewanderter”, übernahmen den ersten Impuls zum Thema “Ausbilder*innen in Ausbildung erfolgreich begleiten”. Zuerst stellten sie das Rat geben-Programm, Ihr Projekt und aktuelle Vorhaben vor. Als Ziele definierten sie die Vermittlug von Kentnissen zum Übergang Schule-Berufsausbildung, das Vermitteln von Wissen über regionale Förderangebote, die Sensibilisierung zu Themen wie Geschlechtergerechtigkeit und diskriminierungsfreier Zugang, Sensibilisierung für die eigene Rolle im Übergang Schule-Beruf sowie selbstbestimmte Bedürfnisse.
Per Kopfstand-Methode und Mentimeter wurden Herausforderungen für Jugendliche und Ausbilder*innen ermittelt, u.a. interkulturelle Konflikte, Sprachbarrieren, Generationenunterschiede, unterschiedliche Leistungsniveaus sowie die Umstellung in die Arbeitswelt, sozioökonomische Gründe, unklare Erwartungen, Unsicherheit im Umgang mit dem neuen Arbeitsalltag sowie mit neuen Aufgaben, Überforderung durch neue Inhalte genannt.
Der zweite Input wurde von dem Projekt Jobbegeiter des bfz gestaltet. Referierende waren Martina Kohler und Tom Shane. Zu dem Programm erscheinen die Teilnehmenden freiwillig. Es geht darum Potenziale zu entdecken und diese dem Teilnehmenden sowie dem Arbeitgeber aufzuzeigen.
In anschließenden Gesprächen konnten die Teilnehmenden die erworbenen Eindrücke vertiefen und sich darüber austauschen. Eine spannende Veranstaltungsreihe, die wir sehr gern weiterempfehlen.
Am Samstagvormittag, dem 5. Juli 2025, war unser Rat geben-Projekt Plan+ bei der Ausbildungsmesse „Traumberuf“ für die Eltern und Schüler*innen an der Friedrich-Schiller-Realschule in Böblingen.
Über 20 Unternehmen aus der Region präsentierten sich mit Messeständen, Informationen und Mitmachangeboten – und zeigten, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten nach der Schulzeit sind. Die Messe bot den kungen Menschen die Gelegenheit, mit den Unternehmen persönlich ins Gespräch zu kommen und erste Eindrücke zum Thema Berufswelt zu sammeln. Ob Handwerk, Industrie, Gesundheit, Verwaltung oder soziale Berufe – die Schülerinnen und Schüler konnten sich ausführlich über Ausbildungsberufe und Praktikumsmöglichkeiten informieren und beraten lassen.
Ergänzt wurde das Angebot durch praxisnahe Informationsvorträge. Als Kooperationspartner der Schule bot Plan+ an einem eigenen Stand allgemeine Beratungen zur Berufsorientierung an.
Eine tolle Möglichkeit für unser Rat geben-Projekt seine Angebote bei Eltern, Lehrkräften, Sozialarbeitenden und jungen Menschen vorzustellen und über ihr mehrsprachiges Angebot im Bereich Berufsorientierung wichtige Brücken zu schlagen.
Im Rahmen des Modellprogramms „Rat geben – Ja zur Ausbildung!“ fanden am 22. Mai 2025 im Landratsamt Calw und am 5. Juni 2025, im Berufsinformationszentrum (BIZ) Nagold Elternabende zum Thema Berufsorientierung statt. Ziel der Veranstaltung war es, Vorurteile gegenüber der dualen Ausbildung abzubauen und Eltern als wichtige Bezugsperson ihrer Kinder zu unterstützen. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Rat geben-Projekt Plan A+, dem regionalen Übergangsmanagement des Landkreises Calw, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter, der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald sowie der Kreishandwerkerschaft Calw.
Worum ging es? Viele Jugendliche mit Migrationshintergrund sind im Jahr vor dem Schulabschluss noch unsicher, welcher berufliche Weg für sie der richtige ist. Der Elternabend informierte Eltern vor allem darüber, welche Chancen und Wege die berufliche Ausbildung bietet und vermittelte hilfreiches Wissen zum Thema Übergang Schule-Berufsausbildung. Um sprachliche Barrieren zu umgehen, standen zudem Personen bereit, die Türkisch, Ukrainisch oder Englisch sprachen und bei Bedarf Inhalte übersetzten.
Neben einem „Markt der Möglichkeiten“ zu Unterstützungsmöglichkeiten am Übergang Schule-Berufsausbildung gab es zwei kurze, praxisnahe Vorträge. Damla Türkel von Plan A+ informierte zum Thema „Ihre Rolle als Eltern bei der Berufswahl der Generation Z“ und Dominik Kuppinger und Günter Brecht von der IHK Nordschwarzwald gaben einen Input zum Thema „Zukunft sichern mit der dualen Ausbildung – Chancen, Weiterqualifizierung und Aufstiegsmöglichkeiten“.
Was bewegt Eltern heute? Während des Abends wurden zwei Fragen an Eltern gestellt: „Was beschäftigt Sie beim Thema Berufswahl Ihres Kindes?“ und „Was war Ihnen selbst früher bei der Berufswahl wichtig?“.
Die Antworten auf die erste Frage verdeutlichten, dass Sicherheit ein großes Thema für Eltern ist. Viele wünschen sich eine zukunftssichere Perspektive, einen Beruf, der zum Kind passt sowie Zufriedenheit des Kindes im späteren Arbeitsleben. Bei den Antworten in Bezug auf die eigene, frühere Berufswahl stand das Gehalt im Vordergrund, gefolgt von Interesse, Spaß an der Arbeit und Entwicklungsmöglichkeiten. Der Vergleich zeigt, wie sich Werte und Ansprüche zwischen den Generationen verschieben – und wo Gesprächsbedarf entsteht.
Damla Türkel, Projektleitung von Plan A+ freut sich: „Es war wirklich eine sehr tolle Veranstaltung. Vor allem der Austausch mit den Eltern brachte sowohl ihnen als auch uns wertvolle Erkenntnisse.“
Das Thema Diversity ist heute wichtiger denn je! Bezugspersonen von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte stehen oft vor der Herausforderung, respektvoll, diskriminierungssensibel und gleichberechtigt mit Vielfalt umzugehen, insbesondere im Rahmen ihrer Rolle als Ratgebende im Kontext Übergang Schule-Beruf.
Unser Rat geben-Projekt “Plan A+” bot hierzu am 13. März 2025 einen digitalen Workshop für Bezugspersonen wie z. B. Eltern, Lehrende oder Ehrenamtler*innen mit dem Titel “Diversity fördern – Antidiskriminierung im Umgang mit Menschen mit Migrationsgeschichte” an. Dabei erfuhren die Teilnehmenden wie sie Diskriminierung erkennen und aktiv abbauen können, während sie gleichzeitig die Stärken und Potenziale junger Menschen fördern.
Der 90-minütige Workshop vermittelte praxisorientiertes Wissen und wertvolle Impulse zur Förderung von Diversity und zur Bekämpfung von Diskriminierung im Umgang mit jungen Menschen mit Migrationsgeschichte. Im Rahmen dessen wurden Herausforderungen und Chancen von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte aufgezeigt, verschiedene Methoden im Umgang mit Diskriminierung vorgestellt sowie hilfreiche Tipps für einen respektvollen und wertschätzenden Umgang mit Vielfalt gegeben.
In den Räumlichkeiten der Handwerkskammer München und Oberbayern kamen rund 100 Teilnehmer*innen aus verschiedenen Münchner Institutionen wie der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Arbeitsagentur für Arbeit München, Vertreter*innen von verschiedenen Communities, Bildungslokalen und Nachbarschaftstreffs etc. zusammen, um sich auszutauschen und Lösungsansätze für eine nachhaltige Elternarbeit zu erarbeiten.
Nach der Begrüßung durch Daniela Burghard (RAW) und Serkan Engin (HWK) sowie Ansprachen von Franz Xaver Peteranderl (Präsident der Handwerkskammer), Clemens Baumgärtner (Referent für Arbeit und Wirtschaft) und Dimitrina Lang (Vorsitzende des Münchner Migrationsbeirats) hielt Mathilda Legitimus-Schleicher (Empowerment- und Bildungsreferentin) einen inspirierenden Impulsvortrag zur Offenheit und Empathie in der Elternarbeit.
Anschließend stellte Sonia Ango (Projektleitung, MORGEN e.V.) das Projekt BEST und seine Vorteile für alle Beteiligten vor. Nach einer kurzen Pause kamen die Teilnehmerinnen in Kreativsessions zusammen, um sich über die zentrale Fragestellung auszutauschen, wie der Übergang Schule-Beruf gemeinsam und mit Elternbeteiligung verbessert werden kann. Die Sessions beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven: aus der Sicht von Schulen, von Arbeitsmarktakteuren, Schnittstellen und von Eltern/Migrantenselbsorganisationen. Nach einer kurzen Zusammenfassung der Ergebnisse aus den drei Austausch-Foren wurden die Teilnehmer*innen verabschiedet.
Die Veranstaltung diente als wichtige Plattorm für die Zusammenarbeit aller Vertreter*innen aus der Stadt, um gemeinsam mit Eltern und Angehörigen, jungen Menschen eine bessere Unterstützung beim Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen.
Weitere Informationen zum Rat geben-Projekt BEST finden Sie hier.
Wo finde ich passende Ausbildungsangebote für junge Menschen? Welche Anforderungen sind an diese geknüpft? Wie kann ich junge Menschen bei ihrem Weg zur passenden Berufswahl am besten begleiten?
Am 12.11. und 12.12.2024 lädt das Projekt „Wege zum Beruf – Ratgeber für Bezugspersonen Zugewanderter“. zur Offene Sprechstunde für Bezugspersonen von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte ein. Hier können sich Eltern und Verwandte, Sozialarbeiter*innen, Ehrenamtler*innen und andere Interessierte vertieft über das Thema “Ausbildung” informieren.
Die Veranstaltung findet im bfz Nürnberg, in der Fürther Str. 212, 90429 Nürnberg, von 13 – 16 Uhr statt und ist kostenfrei. Eine Anmeldung wäre gut, ist aber nicht notwendig (rat-geben-n@bfz.de).
Im Rahmen der Interkulturellen Wochen fand am 24. September 2024 der kostenfreie Workshop “Interkulturalität in der Berufswahl” in Reutlingen statt. Eingeladen hatte das Joblinge Projekt “PLAN A +”, welches sich an Bezugspersonen von ausbildungssuchenden Jugendlichen mit Flucht- oder Zuwanderungsgeschichte, wie z.B. Familienangehörige, Eltern, Ehrenamtliche oder Sozialarbeiter*innen, richtet und diese in ihrer Rolle als wichtige Ratgeber*innen stärken möchte.
In einem lebhaften Austausch setzten sich die Teilnehmenden mit wichtigen Themen wie “Stereotypen bei der Berufswahl”, eigene Denkschemata und den damit verbundenen Herausforderungen vertieft auseinander. Zudem wurden diverse Facetten in der Beratung von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte beleuchtet. Die Diskussion war offen und bereichernd, wodurch Coaches, Beraterinnen und ehrenamtliche Mentorinnen gezielt für diese Aspekte sensibilisiert wurden.
“Der Workshop hat die Bedeutung unserer Arbeit erneut hervorgehoben und den Dialog zwischen den Teilnehmenden intensiviert.” sagte Damla Türkel, Projektleitung von Plan+. ” Die Teilnehmden konnten viele neue Erkenntnisse und praxisorientiertes Anwendungswissen mitnehmen. Ein Teilnehmer erklärte: “Warum gibt es nicht mehr Menschen, die sich beruflich oder privat mit dieser so wichtigen Thematik befassen.”
MORGEN ist der Dachverband von Migrant*innenorganisationen in München, mit dem Ziel Teilhabe und Engagement von Menschen mit Migrationsbiografie zu stärken, zu fördern und sichtbar zu machen. MORGEN wurde 2013 ins Leben gerufen und umfasst über 105 Mitgliedsorganisationen mit mehr als 60 verschiedenen Sprachen. MORGEN setzt sich aktiv für die Gestaltung der Migrationsgesellschaft in München und darüber hinaus ein.